Böhlener Schulen in der Geschichte

Nach historischen Quellen bestand eine Schule in Böhlen bereits 1573. Für diese Aussage wurden aber noch keine weiteren Hinweise gefunden. 1637 soll ein Schulgebäude abgebrannt sein. Und weil der damalige Lehrer Böhlen verließ und kein Geld für einen Neubau vorhanden war, gab es zeitweilig keine Schule. Erstmalig 1645 wird für Böhlen wieder ein Schulmeister genannt. Belegbar ist die Existenz eines Schulgebäudes in der Schulstraße 20 (heute Kirchstraße). Dieses Gebäude wurde als Schule bis 1879 genutzt und stand auch noch bis 1936 an oben genannter Stelle. Dann mußte es wegen Baufälligkeit abgerissen werden. Im Jahre 1879 wurde in der gleichen Straße ein neues Schulhaus erbaut. Im Jahre 1899 baute man an dieses einen im Umfange gleichen nördlichen Flügel an. Die im Obergeschoß des Anbaus liegende Lehrerwohnung wurde 1909 zur Hälfte und 1920 gänzlich zu Klassenzimmern umgebaut. Die Böhlener Schule war bis 1900 zweiklassig, bis 1910 vierklassig, bis 1921 sechsklassig und von da ab eine achtklassige Schule. Die 1922 gegründete Verbandsfortbildungsschule für Böhlen mit Stöhna, Trachenau mit Gaulis und Zeschwitz hatte zwei Knaben- und drei Mädchenklassen. Bereits 1925 wurden 201 Kinder in 8 Klassen unterrichtet. Schulleiter, der in dieser Zeit meist die Bezeichnung Kirchschullehrer bzw. Kantor trug, war Herr Fritzsche (bekannt als der Verfasser der Böhlener Ortschronik von 1936). Aufgrund der steigenden Schülerzahlen war ein Schulneubau unbedingt notwendig. Ausweichunterrichtsstätten, wie z.B. die Glasveranda des Bahngasthofes, waren nicht mehr länger verkraftbar. Verhandlungen mit dem Ministerium für Volksbildung führten dazu, daß der Schulbezirk ein Darlehen von 100.000 Mark erhielt, außerdem eine Bauhilfe von 30.000 Mark. Die Aktiengesellschaft Sächsische Werke (ASW) zahlte einen Barzuschuß von 143 000 Mark und stiftete den Bauplatz von etwa 6000 qm. Sie übernahmen außerdem die Kosten für den Architekten.
   

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